Was die Rentenversicherung vormacht – und was wir alle von ihr lernen können
Jährlich führt die Deutsche Rentenversicherung rund 400.000 Betriebsprüfungen durch. Eine beeindruckende Zahl – und gleichzeitig ein massiver Aufwand. Denn bisher entschieden Prüfer:innen auf Basis von Erfahrung und Aktenlage, welche Stichproben sie ziehen und worauf sie den Fokus legen.
Ein bewährtes Verfahren, keine Frage – aber auch eines, das an seine Grenzen stößt. Denn die Datenmengen wachsen, die Anforderungen steigen, und die Erwartung an Objektivität, Geschwindigkeit und Nachvollziehbarkeit wächst ebenfalls – gerade in einer digitalisierten Welt.
Die Antwort darauf?
Ein klarer, mutiger Schritt in Richtung Künstliche Intelligenz: Das Projekt KIRA.
🤖 Was ist KIRA?
KIRA steht für: Künstliche Intelligenz für risikoorientierte Arbeitgeberprüfungen.
Das Ziel: Den Auswahlprozess für Betriebsprüfungen intelligenter, effizienter und objektiver machen.
Konkret bedeutet das:
KIRA analysiert digitale Unternehmensdaten und Verträge,
erkennt Muster und Auffälligkeiten,
und markiert gezielt die Stellen, an denen Prüfbedarf besteht.
Dabei geht es nicht um eine vollständige Automatisierung der Prüfung, sondern um eine datenbasierte Vorauswahl, die den menschlichen Prüfer:innen hilft, schneller zu besseren Entscheidungen zu kommen.
📚 Warum KIRA ein Durchbruch ist
Was KIRA so besonders macht, ist nicht nur die technische Umsetzung – sondern der Kontext:
Die Rentenversicherung ist eine öffentliche Institution – kein Start-up, kein Tech-Konzern.
Die Prüfungen haben rechtliche Relevanz – es geht um Beiträge, Nachzahlungen, Sanktionen.
Die Arbeit der Prüfer:innen steht unter besonderer Beobachtung – Vertrauen ist entscheidend.
Und genau hier zeigt KIRA, wie Künstliche Intelligenz richtig eingesetzt wird:
✔ Als Unterstützung für Menschen, nicht als Ersatz
✔ Als Transparenz-Booster, nicht als Black Box
✔ Als Qualitätsmotor – nicht als Kontrollinstanz
📚 Was bedeutet das für die Akzeptanz von KI?
Viele Unternehmen – ob im Recruiting, in HR, Compliance oder Vertrieb – stehen heute vor einer ähnlichen Herausforderung:
"Wir wissen, dass KI helfen kann. Aber wie schaffen wir Vertrauen – intern und extern?"
KIRA liefert hier wichtige Antworten. Denn Akzeptanz entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch Rahmenbedingungen und Haltung:
Erfolgsfaktor 1: Erklären statt Verbergen
KIRA zeigt, woher Auffälligkeiten kommen – und welche Daten zur Einschätzung geführt haben. Das macht KI nachvollziehbar.
Erfolgsfaktor 2: Mensch bleibt Entscheider
Die finale Bewertung bleibt beim Prüfer. KIRA liefert Hinweise, aber trifft keine Urteile.
Erfolgsfaktor 3: Verbesserung sichtbar machen
KIRA erhöht nicht nur die Effizienz – sondern auch die Trefferquote bei echten Risiken. So wird Nutzen greifbar.
🔍 Was wir aus KIRA ableiten können – auch jenseits der Prüfwelt
KI ist nicht die Zukunft. Sie ist da.
Und sie wird dann akzeptiert, wenn sie Menschen im Alltag konkret hilft.
Deshalb lohnt es sich, aus Projekten wie KIRA zu lernen – zum Beispiel:
Wie können Recruiting-Teams mit KI schneller passende Profile finden – ohne dabei an Fairness zu verlieren?
Wie lässt sich mit KI die Kommunikation smarter priorisieren, z. B. nach Stimmung oder Antwortverhalten?
Wie kann KI im Customer Success Schwachstellen aufdecken, bevor sie zu Kündigungen führen?
Immer geht es um das Gleiche: Daten verstehen, Menschen unterstützen – und Entscheidungen besser machen.
📣 Fazit: Vertrauen in KI beginnt mit guten Beispielen
KIRA ist kein Showroom-Projekt. Es ist echte, produktive, gesellschaftlich relevante Anwendung von KI.
Und genau solche Beispiele brauchen wir mehr: Nicht als Beweis der technischen Machbarkeit – sondern als Einladung zum Umdenken.
Denn wenn selbst die Rentenversicherung mit KI arbeitet, um fairer, schneller und objektiver zu werden, dann können auch wir den nächsten Schritt wagen.
KI-Akzeptanz beginnt nicht im Code, sondern im Kopf. Und gute Kommunikation ist der beste Start.
🔗 Du möchtest wissen, wie KI euch im Recruiting, in der Kundenkommunikation oder im Produktivitätsalltag konkret unterstützen kann – transparent und nachvollziehbar?
Wir zeigen dir, was möglich ist. Ganz ohne Black Box.


